Sinkende Pegel in Flüssen, Seen und Teichen, sinkender Grundwasserspiegel, Erwärmung des Wassers und schlechtere Wasserqualität sind Symptome des Klimawandels. Diese Anzeichen sind in Berlin und damit auch in Reinickendorf deutlich zu spüren.

Wir sind in Berlin stolz auf unser gutes Trinkwasser, auf die große Zahl unterschiedlicher Gewässer in schöner Landschaft. Um diese wunderbare Natur zu bewahren, müssen wir unverzüglich alle erforderlichen Maßnahmen ergreifen, um diese zu schützen und zu regenerieren.

Hierzu müssen wir auch in Reinickendorf unseren Beitrag leisten. Havel, Tegeler See, Heiligensee, Flughafensee, Tegeler Fließ und viele Kleingewässer sind von sinkenden Wasserständen, Verlandung und Übernutzung bedroht.

Es gilt, einerseits die Gewässer besonders an den Ufern zu regenerieren, andererseits aber auch ihre Schönheit für alle Menschen erlebbar zu machen. Hierzu hat das Abgeordnetenhaus den Beschluss gefasst (AGH-Drs. 18/3716), gemäß den Aussagen des Berliner- und Bundesnaturschutzgesetzes grundsätzlich alle Ufer öffentlich zu machen. Gerade die Ufer des Niederneuendorfer Sees in unserem Bezirk sind nur an wenigen Stellen für alle Menschen erlebbar. Das wollen wir für andere Gewässer in Zukunft vermeiden. Deshalb sollen die Ufer in einer Mindestbreite von 10 Metern von privater Nutzung frei bleiben und öffentlich erfahrbar werden. Dies soll in Ausführung des Flächennutzungsplans über die Festlegungen in örtlichen Bebauungsplänen erfolgen.

Eine Anfrage an das Reinickendorfer Bezirksamt (BVV-Drs. 3283/XX-01) zur Zugänglichkeit der Ufer hat gezeigt, dass es hier erhebliches Potenzial in der Umsetzung der §§ 29ff. des Berliner Naturschutzgesetzes gibt. Vor diesem Hintergrund wollen wir zeitnah ein Uferschutz – und Nutzungskonzept mit den zuständigen Ämtern im Bezirk und im Senat erarbeiten und das in diesem Jahr bereits auf den Weg gebrachte Steganlagenkonzept zur entsprechenden Umsetzung bringen.

Mit allen Beteiligten und Betroffenen wollen wir nach Möglichkeiten suchen, unsere wertvollen Gewässer, die Grundlage unseres Lebens sind, zu schützen und für alle erlebbar zu machen. Dass dies erfolgreich sein kann, zeigen gute Beispiele aus anderen Bezirken wie bspw. Spandau.

Dr. Nicola Böcker-Giannini, MdA (Direktkandidatin für das Abgeordnetenhaus im Wahlkreis Reinickendorf 3) führt dazu aus:

„Von einer guten Qualität unserer Gewässer profitieren wir alle. Gerade die Pandemie hat gezeigt wie wichtig die Natur zur Erholung ist Der anstehende Sommer führt uns vor Augen, dass unsere Gewässer sauber sein müssen. Mit unseren Maßnahmen leisten wir somit einen wichtigen Beitrag für den Umwelt- und Grundwasserschutz.“

Angela Budweg, Bezirksverordnete in Reinickendorf ergänzt:

„Das Bezirksamt nutzt die Möglichkeiten zum Gewässerschutz nur unzureichend. Auch die Erlebbarkeit der Ufer bleibt nur wenigen Privilegierten der 18.000 Heiligenseer Bürgerinnen und Bürger vorbehalten. Das Bezirksamt muss hier zum Wohle der Allgemeinheit dringend tätig werden.“


Veranstaltungsankündigung: “Das Ufer des Tegeler Sees und seine Aufgaben” – Umwelttour mit Elke Hube am 10.07.2021 um 15h


18.06.2021- Pressemitteilung: Bessere Wasserqualität in Reinickendorf-Umweltschutz konkret

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