Gegen Rassismus zum Welt-Roma-Tag am 8. April

Liebe Berliner*innen,

in Europa leben 10 bis 12 Millionen Roma – vor allem in Ländern wie Rumänien, Bulgarien, auf dem Balkan. Viel zu oft werden sie ausgegrenzt, diskriminiert, beleidigt, geschlagen. Viele befinden sich am Rande der Gesellschaft, in Armut, und ohne Perspektive. Jetzt sind sie durch das Corona-Virus noch zusätzlich bedroht.

Die Corona-Pandemie betrifft alle Menschen, unabhängig von unserer individuellen Herkunft. In der aktuellen Krise dürfen wir deshalb die Minderheiten nicht vergessen. Dennoch erleiden die Roma momentan vielerorts verstärkt rassistische Diskriminierungen. Auch im Rahmen der medizinischen und der grundliegenden Versorgung. Bereits Ende März warnte der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma vor Rassismus in der Corona-Krise. Uns muss bewusst sein: Rassismus tötet. Deshalb brauchen die Roma unsere Unterstützung gerade jetzt umso mehr!

Heute, am 8. April, wird weltweit der Roma gedacht – ihres schwierigen Schicksals und der Aufgabe, noch mehr Anstrengungen zu unternehmen, damit die Roma in Europa endlich eine Perspektive bekommen. Das liegt bei und allen. Deshalb wird heute vor dem Neuköllner Rathaus erstmals die Roma-Flagge gehisst, als Statement gegen Antiziganismus und für ein diskriminierungsfreies Miteinander. Deshalb spreche ich mich heute – und immer – gegen Rassismus in unserer Gesellschaft aus!

Hier finden Sie eine Pressemitteilung des Zentralrat Deutscher Sinti und Roma zum Internationalen Roma-Tag 2020.

Ihre Dr. Nicola Böcker-Giannini

Gegen Rassismus zum Welt-Roma-Tag am 8. April

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