In den vergangenen zwei Wochen habe ich mich mit verschiedenen Berliner Netzwerken, die für ein Gelingen von Integration in Berlin sorgen, getroffen.

Am 23.Juli besuchte ich morgens die Spandauer Integrationslots*innen in den Büros der GIZ – Gesellschaft für Interkulturelles Zusammenleben gGmbH. Dort berichteten mir die Lots*innen von ihrer Arbeit und erzählten mir, was sich ihnen für Probleme bei ihrer Tätigkeit als Begleitung und Sprachmittler*innen bei Ämtern und Behörden stellen. So ist es ihnen beispielsweise nicht erlaubt, bei Arztbesuchen zu übersetzen und es fehlen für die Lots*innen Supervisionsstunden, in denen sie ihre Erlebnisse aufarbeiten können. Das müssen wir ändern.

Am Nachmittag traf ich mich dann in den Räumen des Vereins iranischer Flüchtlinge in Berlin e.V. mit dem „Netzwerk unabhängiger Verfahrensberatungsstellen in Berlin“. Dieses Netzwerk macht Rechts- und Verfahrensberatung für Geflüchtete sowie Migrant*innen in Berlin möglich. In dem Gespräch ging es u.a. darum, wie wichtig es ist, einen Überblick darüber zu haben, welche Informationen zu welchem Zeitpunkt vermittelt werden. Dazu gehört auch, dass die Verfahrensberatung nicht nur allgemeine Informationen beinhaltet, sondern auch eine sprachlich angepasste individuelle Rechtsberatung.

Am 24. Juli habe ich dann VIA – Verband für Interkulturelle Arbeit, Regionalverband Berlin/ Brandenburg in seinem Büro in Friedrichshain besucht. Via ist ein Dachverband von Vereinen und Projekten, die auf sozialem und interkulturellem Gebiet mit Migrant*innen und Flüchtlingen arbeiten. Der Regionalverband vereint vorwiegend in Berlin Organisationen, die interkulturelle Migrations-, Antidiskriminierungs-, und Entwicklungsarbeit leisten, darunter viele Migrant*innenselbstorganisationen. In unserem Gespräch ging es u.a. darum, wie wichtig eine angemessene Beratung zum Themenkomplex Gesundheit und Sexualität ist. Dies spielt in Bezug auf HIV/AIDS eine besondere Rolle: über das Thema der Ansteckungsgefahr hinaus geht es auch darum, der starken Stigmatisierung und Diskriminierung von HIV/AIDS-Erkrankten entgegenzuwirken.

Am 1. August habe ich mich mit der neuen Integrationsbeauftragten Katarina Niewiedzial in Tiergarten getroffen. Wir sprachen über die Integrationsprojekte und –programme, die es in Berlin gibt und diskutierten, wie wir uns unsere zukünftige Zusammenarbeit im Bereich Integration in Berlin vorstellen.

# ansprechbar in Berlin

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