Mein Stadtteiltag am vergangenen Mittwoch hatte das Thema „Sport und Frauen“ und stand so ganz im Zeichen des Internationalen Frauentags am 8. März. Während eines langen Nachmittags besuchte ich drei verschiedene Neuköllner Sportvereine, die besonders Mädchen und Frauen fördern, und unterhielt mich über ihre Arbeit und die Probleme, die sich ihnen dabei stellen.

Der Stadtteiltag begann mit meinem #ansprechbar-Stand, den ich wieder am Kottbusser Damm aufgebaut hatte. Wir sind mit vielen Neuköllner*innen insbesondere über die Themen Mieten und Wohnen  ins Gespräch gekommen.

Mein erster Besuch an diesem Tag galt den Boxgirls Berlin e.V. in der Weserstraße. Dort wurde ich, gemeinsam mit dem Neuköllner Bezirksbürgermeister Martin Hikel und Kirsten Ulrich vom Landessportbund Berlin, vom Vorstand um Linos Bitterling und einigen Sportlerinnen des Vereins empfangen, und sehr detailliert über die Arbeit und die Struktur des Vereins informiert. Klar gegen jegliche Art der Diskriminierung positioniert, schaffen die Boxgirls eine Athmosphäre, in der das Training für Menschen unterschiedlicher Nationalitäten, mit unterschiedlicher sexueller Orientierung, etc., stattfinden kann. Mit ihren Sportveranstaltungen und Trainingsfahrten liegt ein deutlicher Schwerpunkt darauf, Mädchen mehr Selbstsicherheit zu verleihen und ihr Selbstbewusstsein zu stärken. Etwas, an dem es manchmal mangelt, sind genügend Hallenzeiten, damit regelmäßig trainiert werden kann.

 

Am Ende unseres Gespräches durfte dann natürlich das obligatorische Bild mit Boxhandschuhen und in Kampfposition nicht fehlen!

Auch auf der Website der Boxgirls selber ist ein toller, kleiner Eindruck von unserem Besuch zu gewinnen.
Um ihn zu lesen, einfach hier klicken!

Im Anschluss ging es weiter zum Neuköllner Ruderclub Berlin e.V., der seit 2015 Mädchen und Frauen in Neukölln das Rudern möglich macht. Zusammen mit Derya Çağlar, ebenfalls Abgeordnete für Neukölln, Jörg Stempel vom Sportausschuss der Bezirksverordnetenversammlung der SPD Neukölln, Nina Lerch als Beisitzerin für Sport im Kreisvorstand der SPD Neukölln, Katja Sotzmann vom Landessportbund Berlin, und Tamara Staudt, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen, wurden wir von der Vereinsschatzmeisterin Katharina Dorn und der Vorsitzenden Sport Jo Brüggemann über das Vereinsgelände geführt. Dieses gehört der Rudergesellschaft Wiking e.V., einem ausschließlich Männern vorbehaltenen Ruderclub, mit dem der NRC kooperiert. So ist es dem NRC möglich, Leistungs- und Breitensport für alle interessierten Ruderinnen anzubieten. Gleichzeitig befindet er sich noch im Aufbau und freut sich über jede Unterstützung. Wir unterhielten uns über den Aufbau des Vereins und die speziellen Bedürfnisse von Frauen im Rudersport und konnten sogar einer Jugendgruppe beim Training auf dem Wasser zuschauen!

Mein dritter Termin galt dem Deutsche Jugendkraft Frauenfußball Club Britz 09 e.V., bei dessen Abendtrainingseinheit Derya Çağlar, Claudia Zinke vom Landessportbund Berlin, und ich zuschauen durften. Wir wurden vom Vereinsvorsitzenden Karsten Kube über das Vereinsgelände geführt und unterhielten uns mit dem Führungsteam und den Fußballerinnen über ihre Erfahrungen und Wünsche. Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, sozial schwächeren Frauen und Mädchen zu ermöglichen, Fußball zu spielen und steht dabei ausdrücklich für Gleichberechtigung ein. Über neue Mitglieder für die U-15-Mannschaft freut sich der FFC Britz immer besonders!

Fraktion vor Ort “Sport und Frauen” am 6. März 2019

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