Wir waren am Freitag, den 28. September zu Gast beim Neuköllner Verein “Aufbruch e.V.“, dessen Gründer Kazim Erdogan weit über die Stadtgrenzen Berlins hinaus bekannt ist als der Initiator der “Vätergruppen” für vor allem türkischstämmige, alleinerziehende Väter, die sich um deren Probleme in einer hektischen und oft verwirrenden Gesellschaft kümmern.

Zusammen mit Ralf Tober berichtete uns Kazim Erdogan zunächst von den vielfältigen Aktivitäten des Vereins und die verschiedenen Aktionen.

Dazu zählen Veranstaltungen in Schulen, die Jugendliche und junge Erwachsene empowern und dazu veranlassen sollen, ihren eigenen Weg zu gehen, der abseits von dem vermeintlich “leichten Weg” des schnellen Gelds und der in manchen Kreisen Anerkennung hervorrufenden patriarchalen Verhaltensmuster aufzeigen soll.

Deine Zukunft in deinem Kopf
Wir schaffen einen Ort für Schüler ab der siebten Klasse, an dem Fragen ohne Tabus gestellt werden dürfen. Vertrauenspersonen mit Fachwissen vermitteln Sachverhalte, die im Unterricht möglicherweise zu kurz kommen und über die zu Hause nicht gesprochen wird.”

Väter- und Männergruppen

Die Gruppenarbeit dient der Prävention von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und Konflikten in der Einwanderungsgesellschaft, die insbesondere herkunfts- und milieuspezifische Ausformungen berücksichtigen. Für Interessenten an der Arbeit mit Väter- und Männergruppen werden Schulungen durchgeführt, in denen die nötigen Kenntnisse zur Etablierung weiterer Gruppen vermittelt werden.

Dialogveranstaltungen

Durch interkulturelle und interreligiöse Gespräche wird die Stärkung von demokratischen Haltungen gefördert und ein positiver Bezug zu gesellschaftlicher Vielfalt durch tatsächliches Kennenlernen hergestellt.
Dazu gibt es auch Lese- und Zuhöraktionen in Vereinen und auch öffentlichen Veranstaltungen, die Sprachkompetenzen vermitteln sollen, weil laut Erdogan die sichere Beherrschung der Sprache in Wort und Schrift das Tor zur gesellschaftlichen Teilhabe öffnet.

Genau diesen Ansatz verfolgt meine SPD Neukölln schon seit langem und wir werden ihn, gemeinsam mit allen AkteurInnen, die sich dieser Denkweise verpflichtet fühlen, weitergehen.

Deshalb bin ich auch sehr froh, dass das dritte, große Projekt von “Aufbruch” und Kazim Erdogan, nämlich die Woche der Sprache und des Lesens nun den Weg heraus aus Berlin, hinein in die ganze Bundesrepublik gefunden hat.

Denn nicht nur in Neukölln zeigen sich die Grenzen der Integration bei ungenügender Sprachkompetenz, sondern überall im Land.

Dem will Aufbruch e.V. nun mit einer bundesweiten Woche der Sprache und des Lesens begegnen, die vom 18. bis 26. Mai 2019 in ganz Deutschland stattfinden soll.

Ein hehres Ziel ist es dabei unter anderem, genug Lesepatinnen und -paten zu gewinnen, die beispielsweise in Zügen der Deutschen Bahn kleine Vorleseaktionen machen.
Das Motto dabei ist “in 500 fahrenden Zügen 500 Vorlesende”.
Dazu steht der Verein in Verhandlungen mit der DB und versucht, das Unternehmen als Partner zu gewinnen und für solche Fahrten Patenschaften in Form von Tickets für die Vorlesenden zu übernehmen.

Außerdem versuche ich über das Netzwerk der SPD Begeisterte in ganz Deutschland zu finden, die, egal in welchem Rahmen, sich in dieser Woche mit eigenen, kleinen oder großen Aktionen zu beteiligen und somit die Woche zu einem Erfolg werden zu lassen.

Wenn auch Du interessiert bist, so kannst du entweder hier weitere Informationen erhalten oder Dich an uns wenden:

kontakt@boecker-giannini.de

oder

030/2325-2284

Viel Spaß beim (Vor)Lesen!

 

Besuch bei Aufbruch Neukölln e.V. – Kazim Erdogan, Ralf Tober und die “Woche des Lesens”
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