In einer schriftlichen Anfrage an die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung wollte ich erfahren, inwieweit Menschen mit Migrationshintergrund sowie Flüchtlinge medizinische Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen und ob der Senat spezielle Informationsmaterialien auch in verschiedenen Sprachen bereithält.

Die Senatsverwaltung teilte mir mit, dass unter anderem das Bundesministerium für Gesundheit, die Charité sowie die Senatsverwaltung für Gesundheit, die bezirklichen Gesundheitsämter und die Babylotsen, die bis Ende 2019 in allen Geburtseinrichtungen der Berliner Krankenhäuser vorhanden sein sollen, umfangreiche Informationen in einer Vielzahl von Sprachen herausgeben.

Ebenfalls wurde mir in der Antwort des Senats mitgeteilt, dass eine statistische Erfassung nur bei den Früherkennungsuntersuchungen bei Kindern gebe. Diese zeigt allerdings, dass es einen auffälligen Unterschied bei der Inanspruchnahme von Früherkennungsuntersuchung bei Kindern mit einem Migrationshintergrund und bei Kindern ohne einen solchen gibt.

Hierbei zeigt sich eindeutig, dass es einen politischen Handlungsbedarf gibt. Es fehlt offensichtlich an ausreichenden Informationen, die die Eltern mit Migrationshintergrund erreichen.

Kindern darf nicht aufgrund fehlender Informationen und Kenntnisse die Früherkennungsuntersuchungen verwehrt bleiben. Daher muss es hierbei die Aufgabe der Politik sein umfangreicher und besser über diese Thematik zu informieren und zu sensibilisieren.

 

Die gesamte Antwort der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung finden Sie hier.

Medizinische Vorsorgeuntersuchungen

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